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ASPIRE: Reviews

IN DEFIANCE OF FORTUNE

94%
Seit vollen fünf Jahren machen der New Yorker Saitenhexer Al Candello und der begnadete Sangesbarde Ryan Metzger nun schon unter dem Aspire'schen Banner zusammen Musik und legen heuer mit "In Defiance Of Fortune" ihren bislang dritten Longplayer vor. Seit dem grandiosen Vorgänger "The Age Of Reckoning" sind mehr als drei Jahre ins Land gezogen, doch Gottseidank hat die lange Pause der Kreativität und dem sicheren Gespür für tolle Melodien und spannende Songaufbauten des sympatischen Duos keinen Abbruch getan und so bekommen wir auf der neuen Aspire CD einmal mehr melodischen Heavy Metal at its very best zu hören.
Wie auch schon auf den beiden Vorgängern, so vermengen Aspire auch auf "In Defiance Of Fortune" wieder die Epik alter Warlord und die Theatralik von Virgin Steele mit der Verspieltheit von Iron Maiden, dem Ohrwurm-Potential von Helloween und der Vielschichtigkeit von Shadow Gallery und schaffen so ihren höchst eigenen und enorm genial dahertönenden Melodic Metal-Sound, der sich so gar nicht in die stromlinienförmige, gesichtslose Masse vieler Genre-Kollegen einreihen will, sondern vielmehr mit einer sehr starken eigenen Note zu punkten weiß. So präsent die vielen unterschiedlichen Einflüsse auch sein mögen, am Ende klingt Aspire vor allem nach einer Band und das ist Aspire!
Kindermelodien und übertriebenen Kitsch sucht man auf "In Defiance Of Fortune" wirklich vergebens und auch die Keyboards halten sich dezent im Hintergrund, dafür aber schreddert Al wie einer Verrückter übers Griffbrett, während Ryan mit seiner getragenen, meist in mittleren Höhen angesiedelten Stimme sämtliche Stücke absolut erstklassig intoniert und einmal mehr als echtes Sanges-Ass mit Wiedererkennungswert von sich reden macht.
Songs wie das treibende "Caveat Emptor, das kraftvolle "The Last Fall" oder auch der stürmisch-vertrackte Rausschmeißer "Eternal Sacrifice" gehören jedenfalls zweifelsohne zu den besten Melodic Metal-Nummern, die ich seit Langem vernommen habe, und mit dem wahnwitzigen "Bloodline", bei dem sich Ryan fast die Lunge aus dem Hals screamt, legt die Band sogar ein waschechten Anwärter auf den Song des Jahres vor... ungelogen, dieses Stück hör ich jetzt schon seit guten zwei Wochen mindestens dreimal am Tag und ich bin jedes Mal auf's neue völlig hin und weg!! Mitreißender kann man diese Art von Musik nun wirklich nicht spielen.
Passend zur gewohnt erstklassigen Musik haben Aspire ihrem neuen Album dann auch prompt ein erneut sehr schön anzusehendes und in allen Belangen sehr professionelles Package beschert, bei dem der geneigte Fan weder auf ein tolles Artwork, noch auf ein mit allen Texten gefülltes Ausklapp-Booklet oder eine satte Produktion verzichten muss. Ganz klar, mit "In Defiance Of Fortune" ist den Herren Candello und Metzger einmal mehr ein wirklich großartiges Album gelungen, dass allen Fans des klassischen, mit einer guten Prise Epik gepfefferten und mit jeder Menge fantastischen Melodien versehenen Power Metals bestens durch die Gehörgänge fegen dürfte.
Wer trotz meines überschwänglichen Reviews immer noch unschlüssig ist ob des erwerbs von "In Defiance Of Fortune", der kann ja einfach mal auf unten stehender MySpace Seite vorbeischauen und in solch fantastische Songs wie "Caveat Emptor" oder "Bloodline" reinhören und sich auf diese Weise selbst von der Klasse dieser tollen Truppe überzeugen!
"In Defiance Of Fortune" is the much anticipated follow up to ''The Age Of Reckoning", and the 3rd release from US Power Metallists Aspire. The latest release finds the band pretty much staying the course and following the path that Aspire established from the beginning. Highly orchestrated, Progressive Euro Metal [ala Sonata Arctica, Stratovarius]has always been the bands` calling card, and "In Defiance Of Fortune" is probably their most complex yet. It`s certainly their best! Guitarist Al Candello and vocalist Ryan Metzger [both share MIDI programmng duties] have put a great deal of time and effort into the 9 tracks on the CD, crafting songs that are not only challenging from a musical standpoint but also very melodic and memorable AND heavy. Many bands of the genre tend to focus on showing off how many scales and modes they can cram into each track; Aspire are more concerned with melody and power, and manage to comfortably walk the fence between complicated and catchy, another testament to their considerable musical talents. Theme-wise, "In Defiance Of Fortune" appears to be a concept album and, though each individual track can be enjoyed on its` own. "Masquerade", "Bloodline" and "Vengeance [That Day Is Mine]" are examples of this. Yet another brilliant release from one of the most creative bands in Metal. And as this is a self-released album, Aspire [along with other groups in the same boat] don`t have the luxury of major label support, relying instead on a D.I.Y. approach. The continued support of the fans helps ensure that we get more great albums from bands like Aspire, so go to their website and pick up their albums. One of the top Metal albums of the year. [Special thanks to Al and Ryan for mentioning me in the CD liner notes!!!]